Vertrauen verkaufen: Wie ein unkonventioneller Versicherungsmakler Social Media, Emotionen & klare Kante nutzt

Vertrauen verkaufen: Wie ein unkonventioneller Versicherungsmakler Social Media, Emotionen & klare Kante nutzt

Einblicke aus unserem Podcast

Wie baut man in einer Branche Vertrauen auf, in der viele Menschen erst handeln, wenn es eigentlich schon zu spät ist? In dieser Podcast-Folge sprechen Maria und Robert mit dem unkonventionellen Versicherungsmakler Stephan Heider – und es geht richtig tief: in Psychologie, Social Media, echte Kundengespräche und die Frage, wie man als Finanzdienstleister heute überhaupt noch relevant bleibt. Wer ist Stephan Heider?

Stephan ist seit vielen Jahren als unabhängiger Versicherungsmakler unterwegs – bewusst anders als die klassische Vertriebsschule. Er erzählt von seinem Weg, seinem 5,5-jährigen Maklerbetrieb und wie er sich als „Bankrocker“ ein ungewöhnliches Personal Brand aufgebaut hat. Kennengelernt haben sich Stephan und Robert über gemeinsame Kontakte wie David Barkowski und beim Zukunft Bootcamp 2022 – also mitten in einem Umfeld, in dem Finanzdienstleistung neu gedacht wird. Nebenbei gewährt Stephan Einblicke in seine Historie: Website seit 2007 online, enge digitale Vernetzung über LinkedIn & Facebook – und heute klare Positionierung als Berater, der sich nicht verstellt. Die Vertrauensformel: Wissen, Sympathie, Zeit

Herzstück der Folge ist Stephans Vertrauensformel für Social Media und Beratung: 

Vertrauen = Wissen + Sympathie + Zeit. Statt austauschbarer Fachbegriffe setzt er auf drei Faktoren:

– Wissen – fundierte Inhalte, verständlich aufbereitet, damit Kunden erkennen, dass er sein Handwerk beherrscht.

– Sympathie – Persönlichkeit zeigen, Haltung zeigen, Ecken und Kanten nicht verstecken. Kunden entscheiden sich oft für Menschen, nicht für Tarife.

– Zeit – Vertrauen wächst über Jahre. In der Folge wird ein Fall beschrieben, in dem ein Kunde nach 15 Jahren Kontakt aufgenommen hat – allein aufgrund der langjährigen Markenbeziehung. Für Personal Brands ist diese Formel besonders stark, während bei Company Brands der Wissensanteil stärker betont werden sollte. Authentizität statt Fassade

Stephan macht klar: Image ist kein Zufall. Wer sich zeigt, wie er ist, kann sein Bild in den Köpfen der Kunden aktiv mitgestalten. Sein Motto lautet: 

„Mach, worauf du Bock hast – und zeig dich.“ Er erzählt, wie seine emotionale und authentische Website seit Jahren Kunden anzieht, weil Menschen sich in seiner Art wiederfinden und dadurch Vertrauen entsteht. Emotionen in der Versicherungsberatung

Robert und Stephan sprechen sehr offen darüber, wie schwer es Kunden oft fällt, Risiken emotional wirklich zu akzeptieren – selbst wenn sie rational längst wissen, dass eine Lücke besteht. Robert berichtet von seiner „Traumzeitplanung“: Kundinnen und Kunden arbeiten sich intensiv in ihre Lebensziele und Motive ein, bevor über konkrete Produkte gesprochen wird. So wird aus Versicherung ein Mittel zur Zielerreichung – nicht nur ein lästiger Kostenblock. Stephan ergänzt mit seiner visuellen „roter Stift“-Methode: Mit einem roten Stift werden überladene Konzepte, Wunschpolicen und Idealvorstellungen auf ein realistisches, finanzierbares Maß heruntergebrochen – live im Gespräch. Das schafft Klarheit und Verbindlichkeit. „Roter Stift“, „Mitleidszettel“ & klare Sprache

Auch juristisch und prozessual wird es konkret: 

– Die „rote Stift Methode“ ist hilfreich, stößt aber bei länger laufenden Verträgen an Grenzen. – Um Konditions- oder Beitragsanfragen abzusichern, nutzt Stephan einen von ihm so genannten „Mitleidszettel“ – eine dokumentierte Einzelfallentscheidung, die sowohl Transparenz als auch Haftungssicherheit bringt. Spannend: Stephan setzt bewusst auf sehr direkte, teilweise derbe Sprache („Fäkalsprache“), um emotional durchzudringen und sicherzustellen, dass wirklich verstanden wird, worum es geht. Rollenbilder in der Beratung: Sachwalter, Wunscherfüller, Jäger & Sammler

In der Folge geht es auch um Rollenverständnis: 

Stephan sieht sich gleichzeitig als Sachwalter des Kunden (Risiken klar benennen) und als Wunscherfüller, der individuelle Ziele und Träume möglich macht. Robert ergänzt das Bild mit den Archetypen „Jäger und Sammler“ im Maklerbusiness: neue Chancen erkennen, aber auch langfristig Bestände pflegen – inklusive unangenehmer Risikohinweise, die nicht immer populär sind, aber professionell notwendig. Social-Media-Strategie: Kontinuität schlägt Perfektion

Für alle, die Social Media gezielt nutzen wollen, liefert Stephan eine klare, praxisnahe Roadmap:- Zeithorizont: ca. ein halbes Jahr konsequente Aktivität, idealerweise tägliche Posts. – Regelmäßigkeit: Lieber kontinuierlich und planbar posten als unregelmäßig, aber „mit Feuerwerk“. – Inhalte: Statt komplizierte Bedingungswerke zu erklären, lieber leicht anschlussfähige Themen wählen wie „5 sinnlose Versicherungen“ – das erzeugt mehr Aufmerksamkeit und Gesprächsanlässe. Personal Branding & Sympathie im Unternehmen

Vertrauen entsteht nicht nur zwischen Kunde und Einzelperson, sondern auch im Team. Stephan zeigt, wie Unternehmen über Einblicke ins Arbeitsklima, Team-Events und echte Zwischenmenschlichkeit Sympathie aufbauen können. Ein eindrückliches Beispiel: Ein Kunde sieht in Stephan das Sinnbild für ein Tattoo, das er sich stechen lassen möchte – ein starkes Bild dafür, wie Brand, Wissen und Sympathie ineinandergreifen. Social Media für Vermittler: Haltung zeigen – auch bei Reizthemen

Besonders spannend für die Branche: Stephan ermutigt Vermittlerinnen und Vermittler dazu, auch zu vermeintlichen „No-Go-Themen“ wie Politik und Religion Position zu beziehen. Warum? Weil klare Haltung Menschen anzieht, die wirklich passen – und andere konsequent ausschließt. Der Markt sei längst ein Bewältigungsmarkt: Gute Vermittler können sich ihre Kunden aussuchen und sich auf qualitativ hochwertige Beziehungen fokussieren – inklusive entsprechendem Preis- und Leistungsniveau. Ausblick: Kolumne, „interne Lebensschule“ & Inspiration

Im Gespräch geht es zum Schluss noch um die geplante Kolumne im „Feffi“, die im Februar erscheinen soll, sowie um Roberts Projekt einer „internen Lebensschule“, mit der die Lebensqualität von Menschen verbessert werden soll. Stephan gibt zudem persönliche Einblicke: 

– welche Herausforderungen er als Frau in derselben Branche vermuten würde, 

– wie er sich erholt, 

– und warum ihn Denker wie Lao Tse und Jean Luccas inspirieren – als geistige Sparringspartner über Zeit und Raum hinweg. Für wen ist diese Folge?

Diese Folge ist besonders wertvoll für:

– Finanz- und Versicherungsmakler:innen, die Vertrauen systematisch aufbauen wollen 

– Finanzdienstleister, die Social Media ernsthaft nutzen möchten 

– Unternehmer:innen, die Personal Branding und Markensympathie besser verstehen wollen 

– Menschen, die Versicherungen nicht mehr als notwendiges Übel sehen, sondern als Werkzeug für ein selbstbestimmtes Leben

Wenn du wissen willst, 

– wie du Vertrauen nicht nur „hoffst“, sondern gezielt aufbaust, 

– wie du auf Social Media sichtbar wirst, ohne dich zu verbiegen, 

– und wie ehrliche, emotionale Beratung in der Praxis aussieht,

dann ist diese Podcast-Folge ein Pflichtprogramm.

Jetzt Podcast-Folge mit Stephan Heider anhören und die Vertrauensformel für dein Business nutzen!

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